Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues

Es geht darum, dass die Braut etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues tragen soll, wenn sie heiratet.

Etwas Altes: Meist handelt es sich bei dem alten Gegenstand um Schmuck, zum Beispiel ein Familienerbstück, oder aber ein Teil des Hochzeitsoutfits der Mutter oder Großmutter (das Kleid selbst oder auch nur ein Taschentuch, eine Stola oder ähnliches). Das Alte symbolisiert die Verbindung der Braut zu ihrer Familie, ihre Herkunft und steht zugleich für die Dauerhaftigkeit der Beziehung.

Etwas Neues: Alles, was für die Hochzeit neu angeschafft wurde, gilt als „Something New“ – ganz egal, ob Brautkleid, Schuhe, Blumen oder Ringe. Es steht für Glück, Erfolg und die Hoffnungen der Braut auf eine fröhliche Zeit. Außerdem symbolisiert das Neue auch das neue Leben, das Mann und Frau mit dem Bund fürs Leben beginnen.

Etwas Geborgtes: Es bietet sich an, etwas von guten Freunden zu leihen, da das Geborgte für die Unterstützung steht, die diese der Braut anbieten. Es symbolisiert: Wir sind immer für dich da – ganz egal in welcher Lebenslage du unsere Hilfe brauchst.

Etwas Blaues: Die Farbe Blau stand schon früher bei Hochzeiten für Treue, Reinheit, Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Ergebenheit und Liebe. Meistens ist es das Strumpfband, das als blauer Gegenstand getragen wird. Es kann aber auch z.B. ein kleiner blauer Stein sein, der heutzutage unter vielen Brautschuhen zu finden ist.

Hochzeitstorte

Das Brautpaar schneidet die Hochzeitstorte gemeinsam an. Das soll den Zusammenhalt und die Einigkeit in einer harmonischen Ehe symbolisieren. Wer dabei aber die Hand obenauf hat, der wird – so der Glaube – auch in der Ehe das Sagen haben.

Polterabend

Frei nach dem Motto „Scherben bringen Glück“. Der Lärm soll außerdem böse Geister vertreiben. Die Scherben müssen anschließend vom Brautpaar gemeinsam zusammengekehrt und entsorgt werden. Doch Vorsicht: Unter keinen Umständen sollte Glas zerschlagen werden, denn das bringt Unglück.
Oft findet der Polterabend in der Woche der Hochzeit statt. Sein zweiter Zweck besteht darin, dass auch jene Bekannte und Freunde dem Brautpaar gratulieren können, die nicht zur Hochzeit eingeladen sind. Das Brautpaar gibt lediglich den Termin bekannt und hofft, dass viele Leute kommen. Für die Verköstigung der Gäste ist an diesem Abend gesorgt.

Spalierstehen

Die Hochzeitsgesellschaft stellt sich nach der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung in zwei Reihen auf und bildet mit den Händen einen Tunnel, den das Brautpaar durchschreiten muss. Der Gang symbolisiert den ersten gemeinsamen Weg in die richtige Richtung. Dadurch dass das Brautpaar sich einen Weg durch den meist sehr engen Tunnel bahnt, beweist es auch, dass Schwierigkeiten und Hindernisse in Zukunft gemeinsam überwunden werden. Für die Gäste ist das Spalierstehen auch eine Form, dem Brautpaar eine Ehre zu erweisen.